Überraschend war dies jedoch für viele Mainboardhersteller, was der Grund für den Umstand war, dass nicht viele der erhältlichen Boards in der Lage waren, das volle Potenzial der neuen Prozessoren auszuschöpfen. AMD hingegen war in Kenntnis der Möglichkeiten des höheren Frontside-Buses. Die Leistung des kompletten Systems steigt spürbar, was der breiteren beziehungsweise höheren Anbindung des Prozessors an die Northbridge (und damit an den Systemspeicher) geschuldet ist. Rechtfertigen konnte AMD so im Rahmen der True Performance Initiative eine höhere Modellnummer bei identischem Prozessortakt. Um die gleiche Modellnummer zu erhalten, reichte auf der anderen Seite ein geringerer Prozessortakt. Denn nach der Einführung von Athlon XP 2800 und XP 2700 fand auch noch der Athlon 2600 mit FSB333 in die Kompatibilitätslisten von AMD Eingang. Somit wurde ein zweiter XP 2600 ins Leben gerufen.

In den meisten Läden hatte dieser Prozessor den ursprünglich geplanten XP 2600 FSB266 augenscheinlich bereits abgelöst. Die Begründung lag wohl darin, dass der XP 2600 mit FSB333 nicht nur mit einem geringeren Prozessortakt aufwartete, sondern auch kostengünstiger war. Für den XP 2600 (AXDA2600KV3C) mit 2.133-MHz-Taktung (16,0 x 133) musste man dann 339 € auf die Ladentheke blättern, für den Athlon 2600 (AXDA2600KV3D) mit 2.083-MHz-Taktung (12,5 x 166) hingegen 100 € weniger.

So konnte AMD pünktlich zur Einführung des XP 2600 einen Prozessor mit einem noch einmal überarbeiteten Troughbred-Kern an die Kunden bringen und mit der Modellnummer zur Intel Konkurrenz aufschließen. Durch ein paar Modifikationen können höhere Taktraten erreicht werden, da entgegen vieler Unkenrufe noch viel Leben in der alten Athlon-Architektur steckte. So kommt der Troughbred-Kern gegenüber dem Athlon XP 2200 beim Athlon XP 2600 in einer deutlich verbesserten Version daher, und zwar mit dem Troughbred-B. Dies zeigt eindeutig, dass sich AMD anscheinend mit den allerersten Troughbreds selbst ganz und gar nicht zufrieden zeigte. Dass dieser Prozessor so gut wie überhaupt nicht übertaktet werden konnte, signalisierten bereits erste Tests. Insgesamt musste sich der Kunde also fragen, ob er sich zwischen 2.083 MHz (12,5 x 166) oder 2.033 MHz (16,0 x 133) entscheidet. Außerdem stand er vor dem Problem, ob der FSB333 bei gleichem Model Rating den geringeren Coretakt rechtfertigt.